Die Resity Story
Vom Küchentisch zum Wiener Studio
Der Anfang: Ein verspielter Funke (2012–2015)
Vor dreizehn Jahren war Resity kein Unternehmen – es war ein Spiel. Alles begann als „Pau’s Handmade“, ein kreatives Ventil während meines Grafikdesign-Studiums in Rumänien. Ich habe Schmuck schon immer geliebt; schon in der High School habe ich mit Ton experimentiert. Aber Resin war anders. Mich faszinierte die Alchemie dahinter – wie eine Flüssigkeit Farbe und Licht einfangen kann, um zu einem festen Schatz zu werden.
Der Versuch, der Irrtum und der Durchbruch
In diesen ersten Jahren stand der Tatendrang im Vordergrund. Gemeinsam mit meinem heutigen Ehemann Andrei arbeitete ich in einer kleinen Wohnung und durchlief eine steile Lernkurve. Es gab misslungene Chargen, staubige Oberflächen und viele Momente, in denen ich fast aufgegeben hätte. Damals war ich noch keine „Unternehmerin“; ich war eine Studentin, die Spaß hatte und sich etwas dazuverdiente.
Doch das Harz rief mich immer wieder. Ich experimentierte mit allem – Metallflocken, botanischen Elementen und kräftigen Pigmenten. Langsam wurde aus dem „Versuch und Irrtum“ eine Meisterschaft. Über Etsy erreichte mein kleines rumänisches Projekt 7.624 Städte in 80 Ländern. Da wurde mir klar: Der Kunst sind keine Grenzen gesetzt.
Wachstum, Liebe und der Wendepunkt (2015–2023)
Mit der Anzahl der Bestellungen – die schließlich über 18.000 erreichten – wuchs auch unsere Partnerschaft. Nach seinem Ingenieursstudium stieg Andrei Vollzeit mit ein. Er übernahm die Präzisionsarbeit: den Bau der Gussformen und den aufwendigen Schleifprozess, während ich mich auf die Seele der Stücke konzentrierte – das Gießen und das Design.
Im Jahr 2021 wurde unsere Tochter geboren. Wir haben uns bewusst zwei Jahre Zeit genommen und das Tempo gedrosselt, um sie über das Wachstum zu stellen. 2023 wagten wir dann den großen Schritt: Wir verlegten unser Leben und unser Unternehmen nach Wien, Österreich.
Ein verwirklichter Traum (2025 – Heute)
Der Januar 2025 markierte unseren bisher größten Meilenstein. Nach Jahren der Arbeit von zu Hause aus bezog Resity sein erstes offizielles, professionelles Studio. Ein Ort, der allein dem Gießen, Schleifen, Fotografieren und Träumen gewidmet ist.
Doch Wachstum bringt immer neue Herausforderungen. Als sich Ende 2025 die Exportgesetze änderten und unser wichtigster Versandweg in die USA über die Österreichische Post unterbrochen wurde, hielten wir nicht an. Wir verabschiedeten uns von Drittanbieter-Marktplätzen, um hier – auf unserer eigenen Website – unser Zuhause aufzubauen, wo wir direkt mit euch in Kontakt treten können.
Unsere Philosophie:
Farbe als Nahrung für die Seele
Bei Resity geht es nicht um Trends oder „bürotauglichen“ Schmuck. Es ist Schmuck für Menschen, die das Leben anders betrachten.
- Die Magie des Lichts: Anders als Metall wirkt Resin wie ein Sonnenfänger. Wenn Licht durch einen lichtdurchlässigen Ring fällt, ist das eine ganz private Freude für die Trägerin.
- Das botanische Herz: Unsere „Botanical Line“ begann mit einem Strauß Minirosen, den Andrei mir schenkte, als wir zusammenzogen. Ich konservierte sie in einer Resin-Kugel, und sie wurden für ein Jahrzehnt zum Bestseller.
- Die chromatische Zukunft: Heute bewegen wir uns in Richtung mutiger, kombinierbarer Farben. Wir glauben, dass Schmuck ein Ausdruck deines inneren Ichs sein sollte – sei es durch einen Regenbogen aus Stacking-Ringen oder ein einzelnes, kühnes Statement.
Lerne das Team kennen
- Paula: Das kreative Herz. Ich kümmere mich um das Gießen, das Design, die Fotografie und die Verbindung zu unseren Kunden.
- Andrei: Die technische Seele. Als gelernter Ingenieur fertigt er unsere individuellen Gussformen an, leitet das Schleifen und hält das Unternehmen am Laufen.
- Die kleine Helferin: Unsere 5-jährige Tochter. Sie hat bereits beschlossen, dass sie bei Resity arbeiten möchte, wenn sie groß ist.
Jeder Tag beginnt bei uns langsam. Wir gehen mit dem Hund spazieren, bringen unsere Tochter in den Kindergarten und machen uns dann auf den Weg in die Werkstatt. Wir glauben nicht an den klassischen 9-to-5-Trott, sondern an die Verbindung von Hand und Herz.
„Ich tue das, weil es mich erfüllt. Wenn ich das für den Rest meines Lebens machen darf – zu sehen, wie Stücke zum Leben erwachen und euch glücklich zu sehen, wenn ihr sie tragt – dann bin ich zufrieden.“ — Paula
